Was gibt es schöneres als Diktator zu sein?

Entweder stürzt man sich in die Aufgaben die die Alt-Diktatoren übrige gelassen haben (Missionen) oder man besetzt direkt seine eigene Insel (Sandkasten) und lebt sich vollkommen aus.

Dabei ist der Schwierigkeitsgrad individuell einstellbar.

Ändert man einige Optionen und spielt, spielt dann erneut mit wieder geänderten Optionen auf der gleichen Karte, so ist die Spielbalance direkt eine vollkommen andere.

Ziel ist es nicht gestürzt zu werden bzw. die Mission erfolgreich zu beenden.


Steuerung

Zur Steuerung wird eine Computer-Maus benötigt. Optional kann eine Tastatur verwendet werden.

Charaktere

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Baumenü

Review

Gameplay

Bei der Umsetzung macht sich Tropico 3 bekannte Spielmechaniken zu eigen und das erweist sich auch für Quereinsteiger als besonders benutzerfreundlich. Der Straßenbau ist eine individuelle Lösung für das Problem, dass viele Entwickler haben, doch bei Tropico 3 scheint das gar kein Problem zu sein. Kreuzungen oder lange Kurven sind maßgebend für die Schönheit der Insel.

Der „Map-Editor“ ist jedoch ein ehrlicher Witz. Per Zufall werden auf einer Map zufällig Berge und Rohstoffe erschaffen, wobei Rohstoffe erst mit Spielbeginn sichtbar gemacht werden können. Damit macht es überhaupt keinen Spaß Karten für das Spiel zu entwickeln.

Grafik

Tolle grafische Umsetzung, insbesondere der Detailgehalt ist enorm und bringt einen direkt auf die Straßen von deiner eigenen Insel. Leider fehlt mir hier das Feature, wie in Dungeon Keeper 2, dass man in den Spielcharakter einsetzen kann und selbst mit einigen Tätigkeiten zum erblühen der Wirtschaft oder Landschaft dienen kann.

Die kleinen Gärten, Staturen und andere Möglichkeiten der Insel-Verschönerung sind tolle Features.

Grafisch überzeugt das Meer, allerdings sind Bohrinseln direkt in Küstennähe und ein Handelshafen eher hinderlich und enden früher oder später damit, dass der Öl-Schlepper am Ende unschön über das Wasser „geschoben“ wird. Aber außer diesen kleinen Fehlern sind doch eher die anderen Schönheiten ins Auge gefallen, wie die Zerschlagung einer Rebellion oder dem Einsturz eines für die Sprengung freigegebenen Gebäudes.

Ach, Diktator müsste man sein laughing

Sound

Wow!

Derartige passende Musik, die zudem lizenziert ist, also keine 0-8-15 Mixes aus dem Computer, geleitet durch ein „Radio-Programm“, dass leider unabhängig der Spielzeit im Spiel, sondern abhängig von der Laufzeit des aktuellen Spiels, bringt einen das karibische Flair direkt in die eigenen 4 Wände.

Mit „abhängig von der Laufzeit des aktuellen Spiels“ meine ich, dass die Ansagen auch dann ablaufen, wenn das Spiel mal pausiert ist, was es etwas dümmlich macht, weil zeitliche Ereignisse dann zu ganz anderen Zeitpunkten stattfinden, als von den Programmierern sicherlich gedacht. Es ist also eine „Bandaufnahme“, die auch bei jedem Spielstart das selbst dudelt.

Da es aber ein langer Mix aus verschiedenen Musikstücken ist und die Ansagen mit unter informativ und unterhaltsam sind, ist es auch störend oder nervig. Es ist viel mehr so, dass man die Ansagen irgendwann mitsprechen kann.

Gut ist, dass die akustischen Ansagen nochmal textlich auf dem Bildschirm erscheinen und man so, auch ohne Sound, die entsprechenden Nachrichten mitbekommen kann.

Etwas dürftig sind die Signaltöne. Wenn etwas wichtiges passiert oder aktuelle Ereignisse anstehen, wird darüber oft zwar visuell informiert, aber akustisch ist es leider nicht untermalt.

Gamebalance

Die Steuerung ist rund um gelungen. Dank der freibeweglichen Kameraführung kann man sich alles genau anschauen.

Mit der Zoom-Funktion lassen sich alle Objekte schön betrachten, dazu die Möglichkeit nicht nur im Sandkasten die Schwierigkeit einzustellen und durch die Spielgeschwindigkeit kann die Entwicklungszeit beeinflusst werden, was generell hilfreich ist und mitunter den Spielbetrieb vereinfacht.

Tropico 3 ist bei mir immer mal wieder am laufen.

Es kann für 10 Minuten gespielt werden oder auch für mehrere Stunden.

Wenn man sich allerdings für ein Kurzspiel entscheidet, dass man irgendwann mal fortsetzen will sind 2 Gefahren gegeben:

Entweder man verfällt in einen totalen Sucht-Flash und kann nicht mehr aufhören zu spielen (das kann stundenlang so gehen!) oder man fängt beim nächsten Mal direkt ein neues Spiel an, weil man in den ersten 10 Minuten oftmals nichts gescheites gebaut bekommt und man dann keine Lust hat sich in die „Planung rein zu arbeiten“. Man will ja Spaß haben 🙂

Ich habe aber bis heute noch keine Mission durchgespielt. Der Sandkasten-Modus fesselt mich einfach jedes Mal aufs neue!

Gameplay-Video


CultGamer-Bewertung

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Vielen Dank für die Bewertung dieses Beitrags.- WERBUNG -
Plattform: Computer (WIN), Computer (MAC), Microsoft Xbox 360, Andere / Sonstige

Hersteller: Feral Interactive

Genre: Aufbaustrategie

Mitspieler: Einzelspieler
Veröffentlichtung (EU): 13.11.2009

Altersempfehlung:


Cult.Games Bewertung

Gameplay: 8.0 / 10

Grafik: 8.5 / 10

Sound: 7.5 / 10

Gamebalance: 8.0 / 10


Gesamtergebnis: 8

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