Nintendo betrat in den 80er Jahren neues Terrain mit der 56-teiligen Game & Watch LCD-Spielserie und gewann schnell an Boden.

Die kleinen Handhelden waren nicht nur perfekt für unterwegs, sondern ließen sich einfach bedienen, überall mitnehmen und gut verstauen. Durch 2 Knopfzellen wurde der Game & Watch betrieben. Es gibt verschiedene Ausführungen, insgesamt 56 verschiedene Game & Watch Videospiele, wobei alle in den Hauptmerkmalen identisch waren:

  • Jedes Game & Watch Handheld verfügt über einen LCD-Bildschirm
  • Jedes Game & Watch Handheld bot Game A und Game B Option, die jeweils eine unterschiedliche Spielvariante des Spiels wählbar machten
  • Jedes Game & Watch Handheld konnte mittels "Watch"-Tastendruck angehalten werden, um die Uhrzeit anzeigen zu lassen
  • Jedes Game & Watch Handheld hat die ACL-Funktion, mit der sich der Handheld zurücksetzen lies

Ball [No. 1]

Ball wurde das erste Spiel der Game&Watch Reihe betitelt, in dem der Spieler mit Bällen jonglieren muss und diese nicht runterfallen dürfen.

Es wurde am 28.04.1980 veröffentlicht.

Das Spiel bestand aus einem Display, einem Link- und einem Rechts-Knopf (rot, wie spätere Nintendo-Controller), als wie einem Game A- (Spiel A), Game B- (Spiel B) und Time- (Zeit) Knopf. Zudem gab es den bekannten "ACL" Button, mit dem das Spiel komplett neu gestartet werden konnte, wenn ein Problem bei der Software bestand.

Flag Man [No. 2]

Flag Man wurde am 05.06.1980 veröffentlicht in der Silver Serie.

Man muss die selbe Nummer wählen, wie der Flaggenmann es anzeigt. Dazu hat man einen Zeitraum Zeit, um über die 4 Tasten (links oben: 1, rechts oben: 2, links unten: 3, rechts unten: 4) die gleiche Zahl zu wählen, wie angezeigt wurde.

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Zusätzlich kann man, wie bei allen Game & Watches, über Game A (Spiel A) oder Game B (Spiel B) einen Modus wählen. Mittels der Time (Zeit)-Taste erhält man die aktuelle Uhrzeit (sofern eingestellt). Mit der ACL-Taste konnte man das Spiel resetten.

Vermin [No. 3]

Vermin ist das dritte Spiel der Game & Watch Reihe und wurde am 10.07.1980 veröffentlicht in der Silver-Series (Silber-Serie).

Im Prinzip folgt das Spiel einem bekannten Phänomen der Gärtner, die kein Wasserschlauch besitzen und von jeder Kirmes (Dom/ Rummel/ Volksfest usw.): Hau den Lukas!

Du musst verhindern, dass Maulwürfe das Tageslicht erblicken und das mit einem Hammer. Mittels der Left- (Links) bzw. Right- (Rechts) Taste lies sich bestimmen in welche Richtung geschlagen wurde. Zusätzlich gab es die bekannten Spielmodis Game A (Spiel A) und Game B (Spiel B), sowie die Time- (Zeit) Funktion, mit der man die aktuelle Uhrzeit, wenn diese gestellt war, abrufen konnte.

Mit einem spitzen Gegenstand konnte über die ACL-Taste der Handheld zurückgesetzt werden.

Fire [No. 4]

Das vierte Spiel der Game & Watch Reihe belegt den Beweis, dass simple Technik zu viel Spielspaß führen kann. Aus einem brennenden Haus springen Menschen voller Verzweifelung und als Retter musst Du nun die Menschen in den Krankenwagen bringen.

Das Spiel kann im Spielmodus Game A (Spiel A) oder Spielmodus Game B (Spiel B) gespielt werden.

Es wurde am 31.07.1980 veröffentlicht und wurde Millionenfach verkauft.

Weiter verfügt das Spiel über die bekannten Elemente. Gemeint sind damit die ACL- (zurücksetzen) Funktion und die Time- (Zeit) Funktion.

Judge [No. 5]

Das fünfte Spiel der Serie "Game & Watch", welche aus einem Spiel und der Zeitanzeige bestand, wurde "Judge" genannt.

Es wurde am 04.10.1980 veröffentlicht. Es ist als Multiplayer-Spiel angelegt, bei der jeder Spieler jeweils eine Seite steuert.

Entweder schlägt man zu, wenn man die höhere Zahl hat oder man weicht zurück, wenn die Zahl niedriger ist. Reagiert man zu spät ist die Runde gelaufen.

Auf jeder Seite des Screens sind jeweils 2 rote Buttons mit der Beschriftung "Hit" (schlagen) bzw. "Dodge" (ducken; zurückweichen). Im Spielmodus Game A (Spiel A) tritt der Spieler alleine gegen den Computer an. Im Spielmodus Game B (Spiel B) können zwei Spieler gegeneinander antreten. Zusätzlich gibt es die Taste "Time", womit die Uhrzeit angezeigt werden konnte.

Manhole [No. 6]

Am 27.01.1981 wurde das Spiel Manhole veröffentlicht, welches als Verkaufsschlager den Weg in viele Haushalte fand. Auch in den meinigen.

Das Spielprinzip war einfach, aber knifflig. Man musste versuchen allen Menschen dabei zu helfen den Weg nach Hause Heil zu überstehen. Man selbst hatte einen Gullideckel (nehm' ich an) als Hilfe und musste mithilfe der 4 Richtungs-Buttons (links oben, rechts oben, links unten und rechts unten) die leeren Stellen füllen, wenn ein Mensch hinüber wollte, bevor er runter fällt.

Das Spiel hat dazu zwei Spielmodis (Game A; Spiel A und Game B; Spiel B), verfügte über eine Alarm-Funktion und über den ACL-Button zum zurücksetzen des Handhelden.

Helmet [No. 7]

Veröffentlicht am 21.02.1981 unter den Namen "Helmet" fand dieses Spiel den Weg zu den heimischen Orten dieser Welt.

Das Prinzip war simpel. Ziel ist es mittels der left (Links) bzw. right (Rechts) Buttons die Spielfigur von Eingang A nach Eingang B zu bringen ohne dabei von den fallenden Gegenständen getroffen zu werden.

Dabei gab es zwei Spielmodis (Game A: Spiel A und Game B: Spiel B). Dazu konnte man sich über "Time" (Zeit) die aktuelle Uhrzeit anzeigen lassen. Eine Alarm-Funktion und die ACL-Funktion rundete den Handhelden ab.

Lion [No. 8]

Lion ist das achte Spiel der Game & Watch Reihe und gehört der Gold Serie an, in denen das Gerätegehäuse in Gold gehalten wurde. Aufgabe ist es den bzw. die Löwen im Käfig zu halten.

Das man damals einfach den Käfig komplett schließt galt wohl als Tierquälerei und darum muss man mit der linken Seite den linken Wärter und mit der rechten Seite den rechten Wärter steuern, jeweils mit Pfeiltasten nach oben bzw. unten. Dies ermöglichte es, dass man das Spiel sogar zu zweit spielen konnte.

Das Spiel verfügt darüber hinaus über die üblichen Verdächtigen Funktionen. ACL zum zurücksetzen, Time für die Zeitanzeige, Game A für das Spiel A, Game B für die zweite Variante des Spiels und die Alarm-Funktion.

Lion wurde am 27.04.1981 veröffentlicht und bei weitem nicht so erfolgreich wie andere Spiele der Serie, hat jedoch seinen eigenen Charm.

Parachute [No. 21]

Parachute wurde am 19.06.1981 veröffentlicht.

Es ist das einundzwanzigste Spiel der Game & Watch Reihe und im Spiel geht es darum Fallschirmspringer vor dem bösen Hai zu retten.

Das Spiel war mit einem Wide-Screen ausgestattet. Es besaß die bekannten roten Buttons (Links und Rechts) und verfügte über die Schaltflächen "Game A" (Spiel A), "Game B" (Spiel B) und "Time" (Zeit). Zu dem "Reset"-Knopf (ACL) gab es einen Knopf für die Alarm-Funktion.

Octopus [No. 22]

Ein Verkaufsschlager war "Octopus", welches am 16.07.1981 veröffentlicht wurde.

Als Taucher sinkt man ab, um einen versunkenen Schatz zu bergen. Dabei darf man sich nicht von den Tentakeln erwischen lassen, da dann das Spiel zuende ist.

Zur Steuerung waren eine Links- (Left) und eine Rechts- (Right) Taste (in roten Farben) vorhanden. Darüber hinaus verfügte das Spiel über die 3 bekannten Funktionen Game A (Spiel A), Game B (Spiel B) und Time (Zeit). Als Besonderheit war ein Alarm integriert, welches nur wenigen Game & Watch Spielen beiwohnte. Dazu gab es den bekannten ACL - Button zum zurücksetzen des Handhelden.

Chef [No. 24]

Mit der Wide-Screen Series (Breit-Bildschirm-Serie) erblickte am 08.09.1981 das Spiel "Chef" das Licht der Welt!

Als Chef-Koch muss man zusehen, dass nichts auf dem Boden landet. Das Ganze endet dann beim Kätzchen der Küche. Fällt drei Mal das Essen auf dem Boden, ist das Spiel gegessen. Die Mäuse werden sich dann vermehren und die Küche wird geschlossen.

Mit Left (Links) bzw. Right (Right) im bekannten Rotton lies sich der Koch entsprechend in eine Richtung steuern.

Game A (Spiel A) und Game B (Spiel B), sowie die ACL-Taste waren vorhanden zur Wahl und das Spiel verfügte weiter über die Alarm-Funktion.

Turtle Bridge [No. 28]

Am 1.2.1982 veröffentlichte Nintendo Game & Watch Nr. 28 unter der Wide-Screen Serie (Breite-Bildschirm Reihe), in dem man mittels Schildkröten das andere Ufer erreichen muss.

Erstmals verwendet Nintendo das spätere Controller-Design, die Knöpfe sind Rot (Left; Links bzw. Right; Rechts), die Geräteschale ist Schwarz/Silber und die Knöpfe für den Spiemodus (Game A; Spiel A bzw. Game B; Spiel B) das Zurücksetzen (ACL), die Alarm-Funktion (Alarm) und der Zeitanzeige (Time) sind in einem schlichten Grau gehalten, was sehr an das spätere NES-Design erinnert.

Fire Attack [No. 29]

Veröffentlicht am 26.03.1982 unter den Namen Fire Attack wurde das Spiel Nummer 29 der Game & Watch Serie veröffentlicht.

Es ist mit einem Wide-Screen ausgestattet und für Einzelspieler konzipiert.

Mit vier Richtungspfeilen (links oben, links unten, rechts oben, rechts unten) konnte der Spieler die Figur steuern, um die gegnerischen Figuren daran zu hindern ein Feuer zu legen.

Da das Spiel ist im Wester-Stil angesiedelt und man spielt "quase" Cowboys gegen Indianer.

Mario Bros. [No. 56]

Das Wide-Multi-Screen Spiel namens "Mario Bros." stellt eine Besonderheit dar, da es erstmals nicht um Klempnerarbeiten geht, sondern man muss Pakete verladen. Dies geschieht über mehrere Ebenen, über die man letztendlich die Pakete vom Laufband über Laufbänder ganz nach oben befördern muss. Fällt ein Paket runter, ist das Spiel verloren.

Das Spiel wurde am 14.03.1983 veröffentlicht. Es war nicht so erfolgreich, wie andere Teile, sodass vermutet wird, dass man entschlossen hat den Titel zu behalten, aber die Funktionären anderen Aufgaben zu geben.

Auf der linken Seite steuern man Luigi (nach oben oder unten) und auf der rechten Seite steuern man Mario. Das Spiel lies sich so sogar zu zweit spielen. Besonderheiten hier ist neben der Alarm-Funktion, die nicht bei jedem Game & Watch vorhanden war, dass es ein Doppel-Bildschirm hatte, sodass man das Spiel auf und zu klappen konnte und über eine Taste verfügt, die "Key" benannt wurde. Neben ACL-Button zum zurücksetzen gab es noch die Game-A (Spiel A) und Game-B-Buttons (Spiel B), womit sich der Spielmodi wählen lies.

Mario's Cement Factory [No. 102]

Mario's Cement Factory wurde am 16.06.1983 veröffentlicht und wurde zum Verkaufsschlager.

Nachdem er in der Logistik-Branche gescheitert war hat sich Mario neuen Aufgaben gewidmet. Ziel ist es Zement zu liefern. Dazu muss der Zement hergestellt werden.

Als Mario musst man dafür Sorgen, dass Luigi mit den LKW abfahrbereit war. Dazu füllt man den Zement Etage für Etage ab, damit dieser in den LKW beladen werden konnte.

Zum steuern waren Links zwei Buttons (für links und rechts Bewegungen) und ein Button zum öffnen (Open). Man musste nun von Links nach Rechts, von Unten nach oben und wieder zurück, um die Ladungen zu verteilen. Dabei durfte der Zement nicht direkt durchfallen oder sich stauen, sonst war das Spiel vorbei. Das Spiel konnte mit Game A (Spiel A) oder Game B (Spiel B) gewählt werden und es gab die Time (Zeit) Funktion. Dazu gab es den ACL- und Alarm-Button, der seiner Zeit bereits fest etabliert wurde.

Das Spiel war so erfolgreich, dass es später eine kleine Konsole gab, die an einen Arcade-Automaten in der Spielhalle erinnerte. Mit Steuerknüppel und großen "Open"-Button und mit Farbbildschirm war das ein Highlight für echte Spielefans und ist heute ein begehrtes Sammlerobjekt in der Szene.

 

Boxing [No. 301]

Nummeriert wurde das Spiel am 31.07.1984 als #301. Offiziell ist die Serie jedoch maximal mit 56 Teilen der Serie beschrieben.

Im Spiel geht es darum den gegnerischen Boxer zu Boden zu bringen. Dabei kann man sich verteidigen bzw. zuschlagen. Boxing stammt aus der VS Series (VS-Serie) und ist als Zweispieler konzipiert.

Entweder spielt man im Spielmodus A (Game A) gegen den Computer oder man spielt im Spielmodus B (Game B) gegen einen anderen Spieler.

Als Besonderheit des Handhelden ist zu erwähnen, dass es Steuergeräte (Controller) gab, die über ein Steuerkreuz und einen Knopf verfügten (Punch/Schlagen), mit denen der Boxer gesteuert wurde.

Besonders gut gelungen war die Unterbringung der Controller. Diese befanden sich während des Transports quase im inneren des Handhelden. Das Display war damit immer sichtbar, die Controller aber gut geschützt, was dem Kabel insbesondere zu gute kam, da damit die Gefahr gebannt war, dass diese abgerissen wurden oder Dinge darüber rollten. Wenn man es denn benutzte ^^

Micro vs. System Boxing war ein ganz anderes Erlebnis und kommt der NES (Nintendo Entertainment System; Spielkonsole von Nintendo) schon recht nahe, die auf dem Markt bereits erhältlich war.

Der Handheld war in Blau oder Rot erhältlich und verfügte über die Alarm- und ACL-Funktion (letztere zum zurücksetzen des Handhelden). Mittels Time (Zeit) war die Zeitabfrage möglich.

5.00 von 5 - 1 Bewertungen
Vielen Dank für die Bewertung dieses Beitrags.- WERBUNG -
Generation: 2. Generation (4-Bit)

Hersteller: Nintendo

Mitspieler: 1 - 2 Spieler (je nach Modell)
Veröffentlichtung (EU): 11.09.1981

Altersempfehlung:


Cult.Games Bewertung

Lieferumfang: 9.0 / 10

Verarbeitung: 9.5 / 10

Handhabung: 9.5 / 10

Installation: 10 / 10


Gesamtergebnis: 9.5

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